Gebäude-Wärmeverluste

Die Innenwärme der Räume fließt zum großen Teil als "Transmissionsverlust" über die Umfassungsfläche des Gebäudes ab. Dazu kommt der "Lüftungsverlust". Er entsteht über den aus hygienischen Gründen, aber auch durch gebäudeseitige Undichtigkeiten bewirkten, Luftaustausch.

  Verlustanteile eines freistehenden Einfamilienhaus (Wärmedämmstandard 1977)

Durchführung nachträglicher Dämm-Maßnahmen

Nachträgliche Dämm-Maßnahmen am Gebäude werden in erster Linie für Baujahre vor 1982 überlegenswert sein. Wirkungsvoll sind Maßnahmen an großen Flächen mit großen Temperaturgegensätzen zwischen der Innen- und Außenseite. Dazu gehören Außenwände, große Fensterflächen, die Decke zum unbeheizten Dachraum und Dachschrägen, wenn der Dachraum ausgebaut ist. Große Temperaturgegensätze zeigen die gegen Außenluft temperierten Bauteile, weniger große die gegen Erdreich grenzenden, sowie Zwischenwände bei unterschiedlich temperierten Räumen. Die Brennstoffeinsparung durch wärmedämmende Maßnahmen an außenluftberührten Flächen ist über die Verbesserung der Wärmedurchgangszahl (k-Zahl) rechnerisch leicht abzuschätzen.

Beispielberechnung
Eine Außenwand mit k = 1,15 W/(m2 × K), bestehend aus 30 cm Hochlochziegel mit 1,5 cm Innen- und 2 cm Außenputz, wird mit 6 cm Mineralwolle gedämmt. Damit verbessert sich die Wärmedurchgangszahl auf k = 0,4 W/(m2 × K) und die Brennstoffeinsparung beträgt ca. (1,15 - 0,4) × 9 = 6,8 Liter Heizöl je Quadratmeter gedämmte Fläche und Jahr.

Übersicht ABC der Haustechnik